F | D

"Eine TukTuk Tour" in Freiburg

Publié le 27 August 2018

«Eine Tuk-Tuk-Tour» soll soziale Bindungen aus einer generationenübergreifenden Perspektive fördern, indem sie den Bürgern und vor allem den Senioren einen freundlichen, ökologischen und kostenlosen Transportdienst für Ausflüge innerhalb des Gemeindegebiets bietet. Außerdem können junge Erwachsene von zwei REPER-Mini-Jobs als "Tuk-Tuk- Botschafter" profitieren, von denen einer für die Verwaltung der Reservierungen sowie die Begrüßung der Passagiere und der andere für das Führen des Fahrzeugs zuständig ist.

Ob für Einkäufe oder einfach für eine Spazierfahrt, ein elektrisches Tuk-Tuk ist nun in Freiburg über einen Zeitraum von 8 Wochen unterwegs, vom 3. September bis 26. Oktober 2018, jeweils Montag bis Freitag, zwischen 9 und 12 Uhr sowie zwischen 14 und 17 Uhr. Das Angebot ist gratis und auf das Gemeindegebiet beschränkt.

Zur Reservierung des Tuk-Tuks steht Interessenten eine Mobiltelefonnummer zur Verfügung: die 076 823 19 57. Um dieses Angebot an Senioren weiterzugeben, kann das Projekt auf Organisationen wie Pro Senectute oder die Freiburgische Rentnervereinigung zählen.

REPER ist für die Umsetzung des Projekts sowie die Auswahl, die Anstellung und das Coaching der «Tuk-Tuk-Botschafter» zuständig. Letztere leben in Freiburg. Es handelt sich um Arbeitslose oder Sozialhilfe beziehende Frauen oder Männer oder solche, die REPER bei der aufsuchenden Jugendarbeit kennengelernt hat. Es werden bevorzugt junge Erwachsene zwischen 18 und 25 angestellt.

Für diese Pilotphase wird das elektrische Tuk-Tuk vom Zürcher Unternehmen e-TukTuk gemietet. Das Fahrzeug fährt maximal 40 km/h. 

Bilanz des Projekts in Villars-sur-Glâne

Das Projekt «Eine Tuk-Tuk-Tour» in Villars-sur-Glâne war ein voller Erfolg, wie diese wenigen Zahlen zeigen:
-  Das Tuk-Tuk fuhr an 45 Tagen in Villars-sur-Glâne.
-  Es wurden 330 Fahrten durchgeführt, somit durchschnittlich 7 Fahrten pro Tag.
-  Es hat 265 Passagiere im Alter von 1 bis 98 Jahren befördert, doch die Mehrheit waren Senioren.
-  Es hat 2.111 km an Fahrtstrecke zurückgelegt.

Das Tuk-Tuk wurde sowohl als Nutzfahrzeug als auch für Spazierfahrten verwendet. Zum Beispiel riefen es Senioren oft an, um mit ihren Enkeln spazieren zu fahren, aber auch, um ins Krankenhaus oder in die Apotheke zu kommen.

Die Ziele

«Eine Tuk-Tuk-Tour» beinhaltet mehrere Aspekte. Über die drei Hauptziele verbindet das Projekt auf innovative und originelle Art den sozialen Bereich mit dem Generationenübergreifenden und umfasst dazu ein ökologisches Element.

  1. Sozialer und generationenübergreifender Kontakt : «Eine Tuk-Tuk-Tour» möchte den sozialen Kontakt zwischen den Einwohnern der Gemeinde, insbesondere zwischen den jungen Tuk-Tuk-Botschaftern und den Senioren, fördern. Die Hauptaufgabe der Angestellten besteht nicht im Tuk-Tuk-Fahren, sondern vielmehr darin, dem Projekt einen geselligen, den Austausch fördernden Geist einzuhauchen. Wir hoffen, dass dieser Dialog über die Transportleistung hinaus fortbesteht und beispielsweise dazu führt, dass die Fahrer den Senioren helfen, die Einkäufe bis vor die Tür zu tragen. 
  2. Ein Instrument der sozialen und beruflichen Integration : Der Mini-Job Tuk-Tuk- Botschafter ermöglicht eine wertvolle und originelle Erfahrung. Bei Bedarf bietet dieser Mini-Job auch die Möglichkeit, sich im Rahmen des REPER-Projekts « Mini-Jobs-Pol» (www.pmj-reper.ch/de/willkommen/) in Begleitung eines Sozialarbeiters wieder dem realen Arbeitsleben anzunähern. Die Teilnehmenden erhalten einen Arbeitsvertrag und einen Lohn. 
  3. Ein ökologisches Transportmittel : Mit dem Einsatz eines Elektrofahrzeugs sensibilisiert «Eine Tuk-Tuk-Tour» auch für den Langsamverkehr. 

undefined